Stress lass nach...

Erste-Hilfe-Tipps bei Stress

  • Ich übe mich darin, immer mal wieder kurz innezuhalten und in meinen Körper zu spüren. Wie fühlt er sich an? Kann ich diese Körperempfindung da sein lassen?

  • Wie ist mein Atem? Kurz und flach? Wenn dies der Fall ist nehme ich bewusst einige tiefe Atemzüge.

  • Ich hinterfrage immer wieder meine Gedanken, wenn ich denke, dass ich noch sooo viel erledigen muss: Ist das wahr? Oder ist Manches vielleicht gar nicht so wichtig oder dringend? Muss es vor Weihnachten (oder überhaupt) erledigt werden?

  • Zauberwort „Prioritäten“: Wie realistisch ist es, viele Punkte meiner langen To-do-Liste an einem Tag abgearbeitet zu haben? Wenn ich die wichtigsten Dinge erledigt habe ist es doch absolut ein Grund, zufrieden ins Bett zu gehen ;-)

  • Stop multitasking! Ein Irrtum, dem ich früher selbst aufgesessen bin: Es toll und effektiv, dass wir Frauen (und manche Männer) mehrere Dinge gleichzeitig machen können. Ja, das ist möglich, und: Sind die Dinge dann richtig gut erledigt? Oder ist es nicht effektiver, eins nach dem anderen zu erledigen? Meiner Meinung nach ist Letzteres effektiver und nervenschonender...

  • Eine gute Idee ist es meines Erachtens auch, zu delegieren. Muss ich es wirklich alleine hinbekommen? Zum Beispiel mein Video, das ich veröffentlichen möchte, zu schneiden, oder beauftrage ich nicht lieber eine Person, die davon viel mehr Ahnung hat? Vorteil: Ich habe mehr Zeit und bin nicht frustriert, weil ich mich in das Video-Schneide-Programm einarbeiten muss und Vieles dann doch nicht so funktioniert, wie ich das haben möchte. Übertragbar auf andere Lebensbereiche – aber Vorsicht: wenn Andere etwas erledigen, kann es sein, dass es nicht ganz so toll ist, wie wenn man es selbst gemacht hätte – klaro. Daher: Abstriche bei den eigenen Ansprüchen machen, es lohnt sich!

  • An alle, die es „perfekt“ mögen: Relax!! Das Leben ist nicht perfekt! Meist ist Perfektionismus eine große Stressquelle.
    Das Weihnachtsessen ist nicht perfekt?!
    So what!
    Die Wohnung ist Heilig Abend nicht perfekt aufgeräumt, obwohl die Schwiegermutter oder die Eltern zu Besuch sind?
    So what!
    Die kids zanken sich, obwohl alles harmonisch sein sollte?
    So what!

  • Medienfreie Phasen: Wie viel Zeit verbringst du vor dem Handy? Whats-App-Nachrichten, Mails, Messenger und Co: Täglich werden wir mit vielen Nachrichten „überschüttet“. Doch du musst nicht jede Nachricht sofort beantworten, sondern kannst dir dafür auch Zeitfenster nehmen und dann alles auf einmal beantworten. Zwischendrin das Handy mal auf Flugmodus oder lautlos stellen – super Idee! Man muss nicht permanent erreichbar sein (Eltern mit kleinen Kindern mal ausgenommen).

  • Um nochmal beim Anfang anzuknüpfen: Pausen und Innehalten sind die Zauberwörter!!
    Keine Zeit dazu?! Aber sicher doch!! Warum? Weil schon fünf Minuten, immer mal wieder über den Tag verteilt, reichen. Und mal ehrlich: Fünf Minuten hast auch du, oder?

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Umsetzen. Auch ich übe täglich, mal gelingt es mehr, mal weniger. Und wenn es mal nicht so klappt ist die nächste Übe-Einheit, milde mit sich zu sein ;-)

Herzlich,

Karen

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